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Spielefest 2012

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Da ist jede Menge Bewegung drin!
 
Man nehme: eine große Turnhalle, 25 Spiel- und Sportstationen, 25 Betreuerinnen und Betreuer sowie fast 80 Schülerinnen und Schüler der 1. Klassen – das ergibt dann einen Vormittag lang jede Menge Spaß, körperliche Bewegung und Entspannung vom Unterricht im Klassenzimmer. Auch in diesem Jahr freuten sich die Grundschüler wieder über die in Gruppen absolvierten vielseitigen Spiele – sie schwitzten, sie lachten, sie waren allesamt besonders gut drauf.
 
Mit dem Laufzettel ging es gemeinsam von Spielstation zu Spielstation. Jede Gruppe wollte natürlich möglichst viele Unterschriften auf den Karten vorweisen können, aber das war nur ein Nebeneffekt. Seilhüpfen, Gummitwist, Elfmeterschießen, Zielwerfen und 4-mal-50-Meter-Lauf gehören zu den beliebten Übungen, bei denen die Erstklässler gerne ihre Kräfte messen. Daneben können sie sich ein bisschen ausruhen beim Trikotfalten, Schnürsenkel-Einfädeln oder beim Frosch-Hüpfen, wobei man kleine Plastikfrösche geschickt in die Zielschalen knipsen muss. Unterstützt werden die Schulanfänger dabei von zuverlässigen und verdienten Mitschülern aus der 4. Klasse und den schon durch viele Kooperationen erfahrenen Schülerinnen und Schülern der Klasse M9d aus der A.-Kliegl-Mittelschule. Die Großen machen alles vor und erklären die Aufgaben, und mit „Give me five!“ werden die Kleinen dann mitunter für ihre Leistungen belohnt. Zum Abschied gibt’s dann noch den „Großen Dankechor“ aller Grundschüler für die unterstützenden Mittelschüler.
 
 
Melina Fehr aus der Ganztagesklasse der Sinnberg-Grundschule schwitzt schon kräftig und ist voller Konzentration dabei, den kleinen Ball aufzufangen. Sie ist die Leiterin ihrer kleinen Gruppe und muss die drei anderen Mitschüler beieinanderhalten, Streit schlichten und ständig Ausschau nach freien Stationen halten. „Das ist schon anstrengend, aber viel besser als das Lernen in der Schule“, meint sie, „und ich will ja unbedingt sportlich viel flotter werden, damit ich irgendwann auch mal die Erste sein kann!“
Jan Reiswich aus der 4c darf diesmal als Betreuer dabei sein und die Erstklässler in die schwierige Übung an der „Kriechbahn“ einweisen. Er motiviert die Kleinen zum eifrigen Üben und lässt sich immer wieder neue Variationen einfallen. Warum er als Betreuer dabei sein darf? „So genau weiß ich das auch nicht, aber meine Klassenlehrerin hält mich wohl für besonders zuverlässig, oder?“ Recht hat er.
 
 
Bianca Balik und Ronja Kotasek aus der M9d können sich von der Spielstation, die sie betreuen, gar nicht mehr trennen. Sie finden das „Hip-Hop-Spiel“ spannend und spaßig. „Man fühlt sich irgendwie erwachsener, weil man Anweisungen geben muss und den Kindern helfen kann“, meinen die beiden einvernehmlich. Ronja will Sozialpädagogin werden, während Bianca als angehende Tierpflegerin durchaus auch schon bei den Kindern ihr Durchsetzungsvermögen erproben kann.
Mit Kilian Markart aus der M9d steht den Grundschülern eine echte Sportskanone als Betreuer zur Verfügung. Seine Leidenschaften sind Fußball, Mountainbiking und Leichtathletik. Und so fordert er von den Kleinen schon ein bisschen Einsatz beim „Kastenhüpfen“. „Ich möchte den Kindern Anregungen für sportliche Bewegungen geben. Vormachen, helfen, erklären, mir macht es Spaß“, meint der junge Mann, dessen Berufsziel ein Posten bei der Bundespolizei ist. „Ich finde es gut, im Team zu arbeiten, dabei Sportlichkeit zu Selbstdisziplin zu beweisen.“
 
 
 Hintergrund:
 
Das Spielefest für die 1. Klassen der Sinnberg-Grundschule ist eine seit vielen Jahren gepflegte Tradition und wird immer wieder von Förderlehrerin Renate Müller in Zusammenarbeit mit Klassen der A.-Kliegl-Mittelschule organisiert und durchgeführt. An 25 ganz unterschiedlichen Stationen üben die Erstklässler spielerisch ihre Fein- und Grobmotorik, ihre Beweglichkeit und ihre Ausdauer. Sie müssen sich in Gruppen auf die Stationen einigen, die sie absolvieren wollen. Dabei versucht jeweils ein „Chef“ die Gruppenmitglieder zu koordinieren, Diskussionen bleiben da nicht aus. Am Ende sind Teamfähigkeit und Rücksichtnahme ein weiteres Mal so ganz nebenbei „geschult“ worden. Einzige Belohnung für die Einsatzfreude der Kleinen: die ausgefüllte „Laufkarte“, auf der die erledigten Stationen gekennzeichnet werden. Und auf die legen sie alle ganz großen Wert, denn die wird zu Hause den Eltern gezeigt! Da gibt es dann jede Menge zu erzählen.
 
Für die Schülerinnen und Schüler der M9d ist die Teilnahme an verschiedenen Projekten der Grundschule schon Routine. Sei es beim „Lesemarathon“ für die 4. Klassen, der „Lesereise“ für die 1. Klassen oder eben beim „Spielefest“ – immer sind das auch Gelegenheiten zur Orientierung auf dem Weg zum Beruf. Kann und will ich mit Kindern arbeiten? Oder stresst es mich zu sehr, jeden Tag den Lärm und das ständige Fragen zu ertragen? Auch für die Großen bringt so eine Zusammenarbeit eine Vielfalt an Erkenntnissen und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen.
 
(Text und Fotos: A. Müller, im Auftrag der Schulleitung)

 

 

 

hier weitere Eindrücke vom Geschehen: